Coffee Collective

2025-26

Erneuern, wiederherstellen, auffrischen, regenerieren, beleben, neu bewerten.

Den Wert von gebrauchtem Kaffeesatz maximieren und gleichzeitig die Umweltbelastung minimieren

Das Problem

Die Entsorgung von gebrauchtem Kaffeesatz (SCG) auf kommunalen Deponien stellt eine erhebliche Umweltbelastung dar. Weltweit fallen jedes Jahr Millionen Tonnen SCG an, von denen der größte Teil auf Deponien landet. Wenn SCG dort unter anaeroben Bedingungen zersetzt wird, entsteht Methan – ein deutlich stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid. Das trägt nicht nur zum Klimawandel bei, sondern lässt auch die Möglichkeit ungenutzt, den Wert einer Ressource zurückzugewinnen, deren Herstellung und Transport ökologisch aufwendig sind. Zudem profitieren lokale Ernährungssysteme und die Bodengesundheit nicht von diesem möglichen organischen Input, weil es an praktischen, gemeinschaftsbasierten Lösungen für die Entsorgung fehlt; auch das öffentliche Bewusstsein für Prinzipien der Kreislaufwirtschaft bleibt begrenzt.

Unsere Lösung

Das Coffee-Collective-Projekt ging dieses Problem an, indem es ein lokales, zirkuläres System zur Sammlung, Behandlung und Weiterverteilung von gebrauchtem Kaffeesatz schuf. Gemeinsam mit lokalen Kaffeelieferanten, Gemeinschaftsgärten und akademischen Einrichtungen leitete das Projekt 3,2 Tonnen SCG von der Deponie weg. Der Kaffeesatz wurde entweder kompostiert oder getrocknet und nach einer geeigneten Behandlung, die Sicherheit und Wirksamkeit gewährleistet, direkt auf den Boden aufgebracht. So wurden 1,9 Tonnen CO₂e-Emissionen vermieden und zugleich Bodengesundheit, lokale Lebensmittelproduktion und Bildung in der Gemeinschaft unterstützt.

Durch die Einbindung der SCG-Weiterverteilung in bestehende Lieferrouten und die Rolle als kooperierende Vermittlungsstelle zeigte das Projekt ein skalierbares, evidenzbasiertes Modell für nachhaltiges Abfallmanagement mit ökologischen und sozialen Vorteilen.

Luftaufnahme von Beeten in einem Gemeinschaftsgarten
1900kgCO₂e

Vermiedene Emissionen

3.2T

Von der Deponie ferngehaltener Kaffeesatz

3.2T

Von der Deponie ferngehaltener Kaffeesatz

Zentrale Ziele für Coffee Collective

Ein zentrales Ziel des Projekts war es, die Umweltauswirkungen der Deponierung von SCG zu quantifizieren und zugleich die möglichen Einsparungen bei den Kohlenstoffemissionen durch Kompostierung oder Wiederverwendung zu bewerten.

Durch den Vergleich der Emissionen verschiedener Entsorgungswege wollte das Projekt eine klarere Datengrundlage dafür schaffen, warum organische Abfälle wie Kaffeesatz möglichst nicht auf Deponien gelangen sollten.

Außerdem sollte die Eignung von SCG als Bodenverbesserer oder düngerähnlicher Input für gemeinschaftliche Anbauflächen bewertet werden. Durch die Weiterverteilung und Trocknung des Kaffeesatzes untersuchte das Projekt sein Potenzial, die Bodenqualität zu verbessern und den lokalen Anbau von Lebensmitteln zu unterstützen.

Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaftsgruppen sollte das Projekt auch das Bewusstsein für Prinzipien der Kreislaufwirtschaft stärken. Anhand eines praktischen lokalen Beispiels dafür, wie Abfallstoffe im Kreislauf gehalten werden können, machte es die möglichen Vorteile eines nachhaltigen Abfallmanagements für die Gemeinschaft sichtbar.

People tending a community garden

Die Methodik hinter
der Fallstudie

Der Umgang mit Kaffeesatz wurde einfach, effizient und umweltfreundlich gestaltet. Bean Coffee Roasters sammelte den Kaffeesatz bei regulären Lieferfahrten ein und brachte ihn zurück in die Rösterei.

  1. SCG

    In Öfen getrocknet, um später als düngerähnlicher Bodenverbesserer verwendet zu werden.

  2. SCG decontaminated

    Behandelt und anschließend von Carbon Happy World direkt an Gemeinschaftsgärten in der Region Liverpool verteilt.

Dieser effiziente Prozess stellte sicher, dass der größte Teil des Kaffeesatzes weiterverwendet wurde, Abfall minimiert und sein Wert für lokale Anbauprojekte maximiert wurde.

Nach der Lieferung an Gemeinschaftsgärten wurde der feuchte Kaffeesatz in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen in bestehende Kompostsysteme eingearbeitet, um die beste Mischung und Wirkungsintensität zu ermitteln.

Getrockneter Kaffeesatz wurde ebenfalls an Gemeinschaftsgärten geliefert und direkt auf den Boden aufgebracht. Zuvor wurden an den Standorten jedoch Bodenproben genommen. Diese Ausgangsproben ermöglichen künftige Untersuchungen des Bodens, um die Wirkung des SCG zu bewerten; diese Analyse wurde bisher noch nicht durchgeführt.

Tom im Rahmen des Coffee-Collective-Projekts kennenzulernen, war großartig für unseren Gemeinschaftsgarten. Diese Kaffeereste für unseren Kompost zu verwenden, passt sehr gut zu unserem Zero-Waste-Grundsatz. So verhindern wir nicht nur, dass der Kaffee auf der Deponie landet (wo er sich anaerob zersetzen und Methan erzeugen würde), sondern sorgen auch dafür, dass der nährstoffreiche Kaffee nicht verschwendet wird.

Der Ablauf war wirklich reibungslos. Tom informiert uns immer zuverlässig darüber, wann geliefert wird, und beantwortet alle unsere Fragen. Er hat sogar einen Vortrag für junge Erwachsene von The King's Trust gehalten, die in unseren Gärten freiwillig mitarbeiteten.

Dank Tom und Carbon Happy World haben wir mehr nährstoffreichen Kompost und auch unser Wissen erweitert. Wir freuen uns sehr auf weitere Lieferungen. Danke.

Dawn Mcshane, who runs Karonga Gardens


Fazit der Coffee-Collective-Fallstudie

Das Coffee-Collective-Projekt hat gezeigt, dass einfache, von der Gemeinschaft getragene Maßnahmen echte ökologische und soziale Wirkung erzielen können.

Durch die Sammlung und Weiterverteilung von 3,2 Tonnen gebrauchtem Kaffeesatz aus lokalen Cafés verhinderte das Projekt 1,9 Tonnen CO₂e-Emissionen, die bei einer Deponierung entstanden wären. Der größte Teil des Kaffeesatzes wurde kompostiert oder sicher behandelt und auf Gemeinschaftsgärten aufgebracht, wodurch lokale Lebensmittelproduktion und Bodengesundheit unterstützt wurden.

Über die Kohlenstoffeinsparungen hinaus schuf die Initiative starke Partnerschaften zwischen Kaffeelieferanten, Gemeinschaftsgruppen und akademischen Forschenden. Sie stärkte das Bewusstsein für Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und vermittelte Freiwilligen praktische Fähigkeiten im nachhaltigen Abfallmanagement. Das Coffee Collective ist ein skalierbares Modell dafür, Abfall in eine Ressource zu verwandeln – und zeigt, dass lokales Klimahandeln Emissionen senken, Gemeinschaften stärken und umfassendere Veränderungen anstoßen kann.

Anbau-Beete im Gemeinschaftsgarten

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